Monthly Archive for July, 2008

Gut gegen Nordwind

Eigentlich sollte ich hier keine Buchtipps abgeben, da diese ja doch meistens Off Topic wären. Es würde dann sowas hier stehen wie “Mit aller Kraft, Joachim Franz” oder “Vom Sofa zum Ironman, Annette Mahlke” oder “17 Stunden zum Ruhm, Mathias Müller” oder “Bis zum Äussersten, Bennie Lindberg” oder “The Extra Mile” “The All-Night Runner” etc.

Einen Buchtipp erlaube ich mir jetzt, da dieses Buch für das Sommerloch der Internet Welt ja nicht voll off topic ist und sich sehr amüsant liest. Das Buch besteht ausschliesslich aus dem E-Mail Verkehr zweier Personen (Mann und Frau), die sich nicht treffen, sozusagen eine Wort- und Gesichtslose Romanze. Sehr leicht aber doch teilweise recht tiefblickend in die menschliche Beziehungs- und Phantasiewelt. Das gute Stück heißt “Gut gegen Nordwind” und ist von Daniel Glattauer geschrieben. 7,95 Euro die sich lohnen.

Personalausweis in Alufolie

Mit Alufolie (dicke Schicht) um den RFID Perso werden Bürger auch nach dessen Einführung nicht so leicht scanbar sein (berichtet Heise). Was beim Skifahren ein Luxus ist, scheint einem beim Perso doch eher fragwürdig und diskutierbar zu sein. Der Bankräuber wird wohl beim Betreten der Bank kaum seinen Perso dabei haben (natürlich darf die Bank NOCH nicht screenen, aber die Anwendungen im Sicherheitsbereich werden folgen), aber vielleicht einen der meinen Perso simuliert. Was dann?

Klar, die breit verfügbare und einfach nutzbare elektronische Signatur ist wünschenswert, denn damit werden viele Prozesse im privaten wie geschäftlichen einfacher (man denke nur an das Abholen von Kontounterlagen mit dem Post-Ident-Verfahren). Gerade im Geschäftsverkehr kann hier die Papierflut endlich eingedämmt werden. Elektronische Rechnungen etc. Innovationen ohne Ende werden folgen. Da schlägt das Herz höher.

Das sind die lichten Seiten, die aber auch anders erreicht werden könnten (z.B. durch eine Signaturkarte, unabhängig vom Perso).

Bei mir kommt Alufolie um meine ID Card. Ist sowieso gut immer ein wenig Alu dabei zu haben.

Social Web Breakfast Termine stehen fest

Das Social Web Breakfast geht in die nächste Runde. Termine gibt es in Köln, München, Hamburg, Frankfurt und Berlin. Drei Termine pro Stadt im Herbst. Derzeit arbeiten Klaus Eck und Björn Negelmann noch die Themen und Referenten aus.

Terminlich steht alles fest. Eine Anmeldung ist natürlich schon möglich ;)


Medienpartnerschaften gezielt dosieren

Häufig sind Veranstaltungsseiten gespickt mit einer Vielzahl von Medienpartnern, quasi inflationär. Steckt da wirklich etwas hinter oder sind da einfach standardmäßig mal alle Medien drauf, die man sich so im Laufe seines Veranstalterlebens angesammelt hat? Eine Priorisierung ist dabei oft nicht zu erkennen, eine gezielte Auswahl auch nicht. Getreu nach dem Motto “Viel hilft Viel”.

Wir sind aus folgenden Gründen deutlich sparsamer mit Medienpartnerschaften.

1. Jede Medienpartnerschaft sollte auch mit Leben gefüllt sein, d.h. Sie erfordert eine ordentliche Betreuung und Abstimmung und dann auch Umsetzung. Sonst ist es nur ein Logotausch.

2. Medienpartnerschaften sollten zum Thema passen und die Medien dafür Relevanz und Reichweite haben. Alles andere zeugt für uns von blindem Aktionismus.

3. Nur wenige Medienpartnerschaften bringe auf der Teilnehmerseite etwas. Für Sponsoren mag das anders wirken, aber für die Veranstaltung bringen nur thematisch sehr genau passende Medienkooperationen etwas.

4. Heute gibt es natürlich zusätzlich andere Möglichkeiten der Verbreitung und Kommunikation von Veranstaltungen über echte inhaltliche Kontakte und Wege. Das ist deutlich effektiver und hat auch noch für alle einen echten Nutzen, inklusive dem Besucher und Leser.

Es lässt sich auch seitens der Medienpartner keine saubere Differenzierung hinsichtlich Veranstaltungen unterschiedlicher inhaltlicher Qualität machen. Es wird halt kommuniziert was vereinbart ist. Das ist auch für die Medien nicht gerade vorteilhaft auf Dauer. Eine saubere Auswahl nach Qualitäts-, Themen- und Inhaltsgesichtspunkte würde deutlich mehr für die Medien bringen, da die Leser sich dann beraten und nicht beworben fühlen.

Ich bin sehr für gezielte Medienpartnerschaften, die beide Seiten nachhaltig sinnvoll positionieren im richtigen Kontext. Das können dann aber nicht 30 Logos auf meiner Veranstaltungsseite sein und 30 Veranstaltungsbewerbungen bei einer Publikation. Denn dann weiss jeder, hier wurde mit der Schrotflinte und nicht mit dem Präzisionsgewehr geschossen.

“wissensmanagement” und “DOK” im Vergleich

Mit dem DOK.magazin und dem Magazin wissensmanagement haben zwei inhaltlich sehr ordentlich gemachte Magazine meinen Schreibtisch erobert.

Das erste gibt es erst seit zwei Jahren, das zweite befindet sich bereits im 10. Jahrgang. Beim einen steht das Dokument im Mittelpunkt, beim anderen das Wissen - jedoch stets auf das Unternehmen bezogen…

…. und schon sind interessante, inhaltliche Überschneidungen da.

Beide haben solide Beiträge, sind nicht gerade mit Werbekunden überschüttet, adressieren eine spitze Zielgruppe und berichten regelmäßig auch über Enterprise 2.0 Themen (was mich interessiert).

Eines kommt dahin über das das Dokument, die öffentliche Arbeit an selbigem, das andere kommt dahin über das Wissen, dass ja nun auch noch von einer “kollektiven Intelligenz” im Unternehmen vermehrt werden soll.

Beide Magazine setzen sich mit Fallbeispielen auseinander und lassen Berater zu Wort kommen, die zu guten inhaltlich fundierten Beiträgen verpflichtet zu sein scheinen.

Beim Online Auftritt unterscheiden die beiden sich gehörig, was wahrscheinlich auch an dem Lebensalter der Publikationen liegt und der sich daraus ergebenden unterschiedlichen Ressourcen. Unter wissensmanagement.net gibt es eine Online Community, Inhalte online, Eventkalender etc. dok-magazin.de bastelt gerade an einem Typo3 Auftritt (so die Website) und hat an sich nicht wesentlich mehr online als die Titel der vergangenen Ausgaben und eine Kurzbeschreibung über das Magazinkonzept.

Auch die Verlagsgröße variiert leicht, aber hinter keiner der beiden Publikationen steckt kein Großverlag.

Preislich unterscheiden Sie sich leicht. Während das wissensmanagement mit 13,- Euro je Heft zu Buche schlägt pro Ausgabe (jährlich 8 Ausgaben) kostet das DOK Magazin 9,60 Euro. Für die Inhalte und spitzen Themen und recht überschaubaren Zielgruppen sicher “affordable”.

Beide Magazine finde ich in dem üblichen unspezifischen Themenwust rund um Wissens- und Informationsmanagement gut gemacht, spitz, inhaltlich wertig.

Social Media Forum Edition 03 ist online

Thema beim dritten Social Media Forum sind Redaktionsblogs und Ihre Integration in den redaktionellen Prozess und das Zusammenspiel von Content und Community in Medienunternehmen.

Die Riege der Best Practices kann sich sehen lassen:

  • Ivy Media einer Lifestyle Community aus dem Hause Burda
  • Spektrum der Wissenschaft aus dem Hause Holtzbrinck
  • Cosmopolitan von der Marquard Media Gruppe
  • Eltern.de aus dem Hause Gruner & Jahr
  • Jolie.de aus dem Hause Axel Springer
  • Reader’s Edition ein Citizen Journalism Projekt initiiert von BF Blogform Search
  • “Conversational Media”-Ansatz aus einem französischen Medienunternehmen, das noch seine Freigabe erteilen muss.

Das dritte Social Media Forum findet im September in Hamburg statt und kann jetzt günstig zum Save The Date Preis gebucht werden.

Financial Times Deutschland quasi anzeigenfrei

Den Leser freut es, den Controller schreckt es:

Die FTD von heute ist quasi anzeigenfrei. Insgesamt glänzen drei Anzeigen, die kumuliert genau 1 Seite füllen:
- Seite 5 (1/2 Seite) SIXT (wahrscheinlich bezahlt)
- Seite 22 (1/4 Seite) GEO (sicher geschenkt oder Gegengeschäft, da Gruner + Jahr)
- Seite 26 (1/4 Seite) Ernst & Young (ungünstig platziert auf einer linken Seite im 4. Buch unten)

Natürlich ist Dienstag und Sommer, aber es ist schon verwirrend, wenn eine der zwei führenen deutschen Wirtschaftstitel soooo… wenig Anzeigen hat.

Natürlich sind damit 27 volle Seiten Redaktion für den Leser ihr Geld wert, trotz Sommerlochs.

Praktikum bei Kongress Media - Jetzt bewerben

Spannende Aufgaben warten auf unsere/n künftige/n Praktikant/in.  Wir machen inzwischen rund 70 Veranstaltungen pro Jahr und dürfen mehr als 2.000 Teilnehmer dabei begrüßen. Dabei lernt man viel über Veranstaltungen, Studien und natürlich die Veranstaltungsthemen selber. Man begegnet vielen interessanten Menschen. Langweilig ist es woanders

Das Praktikum soll einen Einstieg in eine feste Anstellung als Projektleiter bei uns dienen. Wer im Medien-/Veranstaltungsthema Fuss fassen möchte schickt mir am besten gleich eine Bewerbung.

Die genaue Stellenausschreibung steht hier.

Facebook verklagt StudiVZ

Wenn Anwälte Wirtschaftsfragen klären, dann kann das dauern. 168 Seiten Klageschrift sind da nur der Anfang einer langen Reihe von Aktenordnern. Es mag sein, dass von StudiVZ vieles von Facebook kopiert oder ein zweites Mal geschaffen wurde. Aber das ist bei neuen Gattungen zwangsläufig so.

Als Ford das erste Auto gebaut hat, hatte es halt auch 4 Räder und ein Lenkrad, das hat sich bis heute nicht geändert. Es ist auch kaum anders zu machen (bis auf die Isetta und ein paar andere Exoten).

Userprofile, Mashups, Soziale Graphen etc. das sind die “Räder” von Social Networks, ohne die geht es halt nicht.

Es ist schon skurill, wenn ein amerikanisches! Unternehmen wie Facebook sich nicht im freien! Markt! dem Wettbewerb stellt und dort das Kräftemessen eingeht, sondern auf Juristen setzt, um sich Märkte zu ergattern.

Eigentlich wollte ich ja im Urlaub sein

… denn das sind ja im Augenblick fast alle.

Es geht einfach nicht, wir bereiten unsere Herbstveranstaltungen vor. Das Enterprise 2.0 Forum ist vollständig online und stößt schon auf reges Interesse.

Unsere großen drei Konferenzen der Social Web World für Ende September kommen auch langsam auf Reihe. Social Media Forum ist komplett online. Der Community Summit ist nahezu komplett und beim Brand Community Forum fehlen uns doch noch ein paar Speaker. Einen Preview auf das Programm (noch nicht online verlinkt) ist hier