Intranet 2013: Mehr als Kantinenplan und Telefonbuch

Anforderungen an moderne Intranets sind ebenfalls komplex Bild: Pixabay / katja

Zugegeben eine sehr reißerische Überschrift. Fakt ist, dass Unternehmen schon lange nicht mehr Intranet-Manager bezahlen, um einen Kantinenplan, das Mitarbeiterverzeichnis, Telefonbuch etc. online zu stellen. Die Erwartungen an Intranets und deren Output liegen seit Jahren weit höher und steigen aktuell noch weiter.

Dafür gibt es viele Gründe, drei möchte ich herausheben:

1. Veränderte (gesteigerte) User-Erwartungen.

Diese werden befördert durch Internet-Erfahrungen mit Rechnern, Tabletts und Smart Phones. Hohe Usability ist eine Standardforderung, intuitiv soll es sein und die Suchmaschine im Intranet soll das Google Erlebnis im Internet nicht unterbieten. Darüber hinaus haben die User, was ja die Mitarbeiter des Unternehmens sind selber Erfolgsdruck und keine Zeit für lange Pfade, komplexe Suchen oder gar aufwendige Pflege von Inhalten. Damit muss der Intranet-Verantwortliche umgehen

2. Neue Tools, neue Technologien, insbesondere Social Tools.

Dazu gehört aktuell besonders natürlich Social Software vom Wiki bis hin zum unternehmensweiten sozialen Netzwerk. Hier entsteht im schlechtesten Fall eine Dualität von Systemen und Zielsetzungen. Das kann man eine Zeit ignorieren, aber irgendwann kommt es zum Showdown. Daher ist es gut her von vorneherein offen zu sein und sich zu involvieren, auch wenn die Intranet 1.0 Pflege oder Optimierung noch so laut ruft. Social Intranet ist hier das Stichwort. Damit einher gehen so viele neue Ziele, dass das hohe Anforderungen an das Wissen stellt.

3. Höhere Management-Erwartungen – Belegbarkeit des Nutzens.

Controlling und Steigerung von Produktivität/Effizienz sind heute in den Unternehmen gegenwärtiger als jemals zuvor. Jede Investition muss sich rechtfertigen, Systeme werden nicht erhalten, weil man sie haben muss, sondern weil sie etwas bringen. Damit steht der Intranet-Verantwortliche immer mehr vor der Notwendigkeit ROI zu belegen, eine Strategie mit klaren Nutzenvorteilen für das Unternehmen zu präsentieren und umzusetzen.

Das an sich ist schon ein dreidimensionales “Puzzle”. Hinzu kommen bestehende Mitarbeiterstrukturen, gewachsene IT-Umgebungen, eine verfestigte Unternehmenskultur und wechselnde Marktanforderungen, die Unternehmen laufend treffen können und an denen sich auch das Intranet orientieren muss.

Es wird klar ohne eine zeitgemäße, mit vielen Stakeholdern abgestimmte Strategie werden Ziele schnell verfehlt und ggf. Mittel schneller gekürzt als Nutzen belegt werden kann.

Als Seminar- und Kongressveranstalter im Themenfeld Intranet und Enterprise 2.0 müssen wir diese Rahmenbedingungen sehr gut kennen, um topaktuelle Veranstaltungen anzubieten. Niemandem ist damit geholfen, sauberes Grundlagenwissen aus einem Land vor unserer Zeit einzusammeln. Wir reden hier über hoch-komplexe Herausforderungen für Intranet und Enterprise 2.0 Verantwortliche. Da ist Fokussierung auf positive Erfahrungen mit Übertragbarkeit auf das eigenen Unternehmen, saubere Herausarbeitung der Erfolgsfaktoren und notwendigen Richtungsentscheidungen wichtig. Unsere Referenten uns Seminarleiter wählen wir vor genau dem Hintergrund aus.

The following two tabs change content below.

Thomas Koch

Thomas Koch

Geschäftsführer bei Kongress Media

Im Sommer auf dem Rennrad durch Bayern jagender Geschäftsführer von Kongress Media GmbH und N:Sight Research GmbH.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.