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Medienpartnerschaften gezielt dosieren

Häufig sind Veranstaltungsseiten gespickt mit einer Vielzahl von Medienpartnern, quasi inflationär. Steckt da wirklich etwas hinter oder sind da einfach standardmäßig mal alle Medien drauf, die man sich so im Laufe seines Veranstalterlebens angesammelt hat? Eine Priorisierung ist dabei oft nicht zu erkennen, eine gezielte Auswahl auch nicht. Getreu nach dem Motto “Viel hilft Viel”.

Wir sind aus folgenden Gründen deutlich sparsamer mit Medienpartnerschaften.

1. Jede Medienpartnerschaft sollte auch mit Leben gefüllt sein, d.h. Sie erfordert eine ordentliche Betreuung und Abstimmung und dann auch Umsetzung. Sonst ist es nur ein Logotausch.

2. Medienpartnerschaften sollten zum Thema passen und die Medien dafür Relevanz und Reichweite haben. Alles andere zeugt für uns von blindem Aktionismus.

3. Nur wenige Medienpartnerschaften bringe auf der Teilnehmerseite etwas. Für Sponsoren mag das anders wirken, aber für die Veranstaltung bringen nur thematisch sehr genau passende Medienkooperationen etwas.

4. Heute gibt es natürlich zusätzlich andere Möglichkeiten der Verbreitung und Kommunikation von Veranstaltungen über echte inhaltliche Kontakte und Wege. Das ist deutlich effektiver und hat auch noch für alle einen echten Nutzen, inklusive dem Besucher und Leser.

Es lässt sich auch seitens der Medienpartner keine saubere Differenzierung hinsichtlich Veranstaltungen unterschiedlicher inhaltlicher Qualität machen. Es wird halt kommuniziert was vereinbart ist. Das ist auch für die Medien nicht gerade vorteilhaft auf Dauer. Eine saubere Auswahl nach Qualitäts-, Themen- und Inhaltsgesichtspunkte würde deutlich mehr für die Medien bringen, da die Leser sich dann beraten und nicht beworben fühlen.

Ich bin sehr für gezielte Medienpartnerschaften, die beide Seiten nachhaltig sinnvoll positionieren im richtigen Kontext. Das können dann aber nicht 30 Logos auf meiner Veranstaltungsseite sein und 30 Veranstaltungsbewerbungen bei einer Publikation. Denn dann weiss jeder, hier wurde mit der Schrotflinte und nicht mit dem Präzisionsgewehr geschossen.

“wissensmanagement” und “DOK” im Vergleich

Mit dem DOK.magazin und dem Magazin wissensmanagement haben zwei inhaltlich sehr ordentlich gemachte Magazine meinen Schreibtisch erobert.

Das erste gibt es erst seit zwei Jahren, das zweite befindet sich bereits im 10. Jahrgang. Beim einen steht das Dokument im Mittelpunkt, beim anderen das Wissen - jedoch stets auf das Unternehmen bezogen…

…. und schon sind interessante, inhaltliche Überschneidungen da.

Beide haben solide Beiträge, sind nicht gerade mit Werbekunden überschüttet, adressieren eine spitze Zielgruppe und berichten regelmäßig auch über Enterprise 2.0 Themen (was mich interessiert).

Eines kommt dahin über das das Dokument, die öffentliche Arbeit an selbigem, das andere kommt dahin über das Wissen, dass ja nun auch noch von einer “kollektiven Intelligenz” im Unternehmen vermehrt werden soll.

Beide Magazine setzen sich mit Fallbeispielen auseinander und lassen Berater zu Wort kommen, die zu guten inhaltlich fundierten Beiträgen verpflichtet zu sein scheinen.

Beim Online Auftritt unterscheiden die beiden sich gehörig, was wahrscheinlich auch an dem Lebensalter der Publikationen liegt und der sich daraus ergebenden unterschiedlichen Ressourcen. Unter wissensmanagement.net gibt es eine Online Community, Inhalte online, Eventkalender etc. dok-magazin.de bastelt gerade an einem Typo3 Auftritt (so die Website) und hat an sich nicht wesentlich mehr online als die Titel der vergangenen Ausgaben und eine Kurzbeschreibung über das Magazinkonzept.

Auch die Verlagsgröße variiert leicht, aber hinter keiner der beiden Publikationen steckt kein Großverlag.

Preislich unterscheiden Sie sich leicht. Während das wissensmanagement mit 13,- Euro je Heft zu Buche schlägt pro Ausgabe (jährlich 8 Ausgaben) kostet das DOK Magazin 9,60 Euro. Für die Inhalte und spitzen Themen und recht überschaubaren Zielgruppen sicher “affordable”.

Beide Magazine finde ich in dem üblichen unspezifischen Themenwust rund um Wissens- und Informationsmanagement gut gemacht, spitz, inhaltlich wertig.

Social Media Forum Edition 03 ist online

Thema beim dritten Social Media Forum sind Redaktionsblogs und Ihre Integration in den redaktionellen Prozess und das Zusammenspiel von Content und Community in Medienunternehmen.

Die Riege der Best Practices kann sich sehen lassen:

  • Ivy Media einer Lifestyle Community aus dem Hause Burda
  • Spektrum der Wissenschaft aus dem Hause Holtzbrinck
  • Cosmopolitan von der Marquard Media Gruppe
  • Eltern.de aus dem Hause Gruner & Jahr
  • Jolie.de aus dem Hause Axel Springer
  • Reader’s Edition ein Citizen Journalism Projekt initiiert von BF Blogform Search
  • “Conversational Media”-Ansatz aus einem französischen Medienunternehmen, das noch seine Freigabe erteilen muss.

Das dritte Social Media Forum findet im September in Hamburg statt und kann jetzt günstig zum Save The Date Preis gebucht werden.

Financial Times Deutschland quasi anzeigenfrei

Den Leser freut es, den Controller schreckt es:

Die FTD von heute ist quasi anzeigenfrei. Insgesamt glänzen drei Anzeigen, die kumuliert genau 1 Seite füllen:
- Seite 5 (1/2 Seite) SIXT (wahrscheinlich bezahlt)
- Seite 22 (1/4 Seite) GEO (sicher geschenkt oder Gegengeschäft, da Gruner + Jahr)
- Seite 26 (1/4 Seite) Ernst & Young (ungünstig platziert auf einer linken Seite im 4. Buch unten)

Natürlich ist Dienstag und Sommer, aber es ist schon verwirrend, wenn eine der zwei führenen deutschen Wirtschaftstitel soooo… wenig Anzeigen hat.

Natürlich sind damit 27 volle Seiten Redaktion für den Leser ihr Geld wert, trotz Sommerlochs.

Praktikum bei Kongress Media - Jetzt bewerben

Spannende Aufgaben warten auf unsere/n künftige/n Praktikant/in.  Wir machen inzwischen rund 70 Veranstaltungen pro Jahr und dürfen mehr als 2.000 Teilnehmer dabei begrüßen. Dabei lernt man viel über Veranstaltungen, Studien und natürlich die Veranstaltungsthemen selber. Man begegnet vielen interessanten Menschen. Langweilig ist es woanders

Das Praktikum soll einen Einstieg in eine feste Anstellung als Projektleiter bei uns dienen. Wer im Medien-/Veranstaltungsthema Fuss fassen möchte schickt mir am besten gleich eine Bewerbung.

Die genaue Stellenausschreibung steht hier.

Facebook verklagt StudiVZ

Wenn Anwälte Wirtschaftsfragen klären, dann kann das dauern. 168 Seiten Klageschrift sind da nur der Anfang einer langen Reihe von Aktenordnern. Es mag sein, dass von StudiVZ vieles von Facebook kopiert oder ein zweites Mal geschaffen wurde. Aber das ist bei neuen Gattungen zwangsläufig so.

Als Ford das erste Auto gebaut hat, hatte es halt auch 4 Räder und ein Lenkrad, das hat sich bis heute nicht geändert. Es ist auch kaum anders zu machen (bis auf die Isetta und ein paar andere Exoten).

Userprofile, Mashups, Soziale Graphen etc. das sind die “Räder” von Social Networks, ohne die geht es halt nicht.

Es ist schon skurill, wenn ein amerikanisches! Unternehmen wie Facebook sich nicht im freien! Markt! dem Wettbewerb stellt und dort das Kräftemessen eingeht, sondern auf Juristen setzt, um sich Märkte zu ergattern.

Eigentlich wollte ich ja im Urlaub sein

… denn das sind ja im Augenblick fast alle.

Es geht einfach nicht, wir bereiten unsere Herbstveranstaltungen vor. Das Enterprise 2.0 Forum ist vollständig online und stößt schon auf reges Interesse.

Unsere großen drei Konferenzen der Social Web World für Ende September kommen auch langsam auf Reihe. Social Media Forum ist komplett online. Der Community Summit ist nahezu komplett und beim Brand Community Forum fehlen uns doch noch ein paar Speaker. Einen Preview auf das Programm (noch nicht online verlinkt) ist hier

Social Web Breakfast wird 2009 zum “Club”

Heute habe ich mich mit Klaus Eck getroffen und wir haben eine erste Idee entwickelt, wie wir dem Social Web Breakfast künftig einen weiteren eigenen Charakter geben können. Dabei ist die Idee des Social Web Breakfast Clubs entstanden. Nun arbeiten wir daran und feilen das noch etwas aus, damit es für die Teilnehmer auch den gewünschten Mehrwert bietet. Spätestens Anfang 2009 wollen wir den Club dann einführen. Details folgen

Jeff Schick, IBM VP Social Software wird länger sprechen

Eigentlich wollten wir unseren Sponsoren nur kleine Zeitfenster von 10 Minuten einbauen, da es für die Teilnehmer natürlich interessant ist neben den Anwender- und Expertenvorträgen auch einmal einen kleinen Blick in die Anbieterwelt und Social Softwarelösungen zu werfen. Im Kern soll es aber eine Anwenderkonferenz sein, insofern gilt: Anbieter nicht zu lange reden lassen.

Nun hat sich mit IBM aber für diese Sponsored Presentation Mr. Jeff Schick, der IBM Vice President Social Software angekündigt, der extra aus USA anreist. Er ist ein bekanntermaßen hervorragender mitreissender Redner, da kann man es einfach nicht bei 10 Minuten lassen, das wäre zu schade. Wir werden jetzt sehen wie wir die Redezeit auf 20 Minuten ausweiten können.

Warum wir Events supporten, die wir nicht selber veranstalten

Manchmal entscheiden wir uns auch andere Veranstaltungen zu promoten und zu unterstützen. So war ich z.B. bei der Web 2.0 Expo im Advisory Board und wir als Kongress Media planen weitere wichtige Events im Web 2.0 Umfeld zu supporten. Warum machen wir sowas, ist doch eigentlich blöd, da lenkt man nur von eigenen Events ab?

Wir sehen das anders. Wenn wir unseren treuen Kunden und Besuchern den Zugang zu spannenden Informationen auch von anderer Quelle ermöglichen signalisieren wir eine übergreifende Relevanz unserer Initiativen, die über unser eigenes Informationsangebot hinausgeht. Das macht uns für unsere Community (hoffentlich) noch interessanter.

Wir wählen aus, was wir für interessant und wichtig halten und informieren darüber, mehr noch wir gestalten dort mit und beraten, damit es auch noch unsere Handschrift trägt.

So geschehen aktuell beim PBS Web 2.0 Lunch am kommenden Montag in München. Björn Negelmann moderiert die Veranstaltung und wir haben unsere Münchener Kontakte dahin eingeladen. Da wird was Spannendes vorgestellt udn diskutiert, warum also nicht?