Die Diskussion um den Digital Workplace hat mehr als nur den Technologie-Fokus!

Bei Kongress Media haben wir uns ja mit verschiedenen Veranstaltungen der Thematik rund um den Digital Workplace als Plattform und Werkzeug für die Arbeitsunterstützung und die digitale Transformation im Unternehmen verschrieben. Im weitesten Sinne geht es dabei natürlich um das Thema „Neue Arbeitswelt“ – weil die Technologie natürlich im Wechselspiel zu verschiedenen Veränderungen im sozio-kulturellen Umfeld steht.

Im Rahmen der Expertengruppe „Zukunft der Arbeit“ auf Facebook gab es ja hierzu auch schon einmal eine Diskussion – die die unterschiedlichen Perspektiven des Themas angesprochen hat. Vor dem Hintergrund der aktuell von Bedeutung empfundenen Schlagworte hatte ich ein Schaubild entworfen und zur Diskussion gestellt, welches vier Perspektiven auf das Thema „Veränderungen der Arbeitswelt“ skizziert:

  • Arbeits(um)welt Fokus: Hierbei geht es um die allgemeinen sozio-kulturellen Veränderungen, die ein Überdenken des „Wie wir arbeiten“ erfordern. Das Ober-Schlagwort in diesem Kontext ist natürlich das Thema „New Work“. Aber auch das Thema VUCA (Akronym für Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity) als neue Paradigma der Unternehmensumwelt – und natürlich die Digitalisierung im Allgemeinen.
  • Change-Fokus: Die zweite Schlagwort-Wolke – und damit das zweite Themenfeld – dreht sich um die Herausforderungen bei der Veränderung – von der alten zur neuen Arbeitswelt. In der Diskussion stehen dabei die Aspekte – was treibt die Veränderung, wie verstärkt sich die Veränderung und was sind die Prinzipien der veränderten Kultur.
  • Management-Fokus: Das dritte Themenfeld ist die Diskussion der neuen Management-Prinzipien, dem Führungsstil und der Organisationsmodell in einer veränderten Arbeitswelt. Denn die Veränderung wird nur Bestand haben können – wenn sie auch auf einem strukturell veränderten Rahmenmodell steht.
  • Technologie-Fokus: Last but not least – bildet die Diskussion um die technologischen Unterstützungswerkzeuge für eine Veränderungen und ein verändertes Management @ Scale (sprich in einer Unternehmensbreite). Der „Digital Workplace“ (digitale Arbeitsplatz) ist hierbei natürlich das zentrale Thema – im Zusammenspiel mit einer „Mitarbeiterzentrierung“ (Employee Experience).

Als fehlende Perspektive wurde noch der Einwand gebracht – dass durchaus die Perspektive aus Sicht des Menschens fehlt. Sie steckt aber für mich irgendwie in allen Punkten drin.

Bei Kongress Media beschäftigen wir uns ja intensiv mit der „technologischen“ Perspektive dieser Diskussion. In Veranstaltungen wie dem IOM SUMMIT, dem i2 SUMMIT / Zürich, dem Digital Workplace Tech FORUM, dem Enterprise Digital Workplace SUMMIT / London oder den Seminaren der Reihe „Digital Workplace & Transformation Management“adressieren wir immer wieder die Fragestellung: Was sind die Erfolgsfaktoren für die Etablierung von Digital Workplace Konzepten als Plattform und „Enabler“ für die digitale Transformation der Organisation. Aktueller Über-Trend ist dabei die verstärkte „Mitarbeiter-Zentrierung“ bzw. die „Employee Experience“ als wichtiger strategischer Pfeiler.

Natürlich ist die Technologie nicht das Allheilmittel – sondern braucht immer auch die begleitenden Maßnahmen zur Befähigung der Nutzer, gewisse Veränderungen in der Organisation und den unternehmensseitigen Rahmenbedingungen (Kultur, Leadership. Mindset) – damit die „Technologie“ letztendlich in ihrem Sinne genutzt und damit überhaupt eine Nutzen für das Unternehmen entfalten kann.

Damit adressieren unsere Veranstaltungen immer auch das Thema „Befähigung“ (neudeutsch „Enablement“) sowie auch das Veränderungsmanagement bzgl. des Mindsets, der Führungs- und Organisationskultur und den strukturellen Pfeilern der Organisation.

Im Zuschnitt der obigen Themenwelt auf die Perspektive unserer Veranstaltungen haben wir für uns folgendes Bild entwickelt:

Im Kern geht es bei unseren Veranstaltungen natürlich erstmal um die Technologie – bzw. um die Umsetzung und Etablierung von Digital Workplace Konzepten. Darunter verstehen wir integrierte Konzepte – bestehend aus klass. Info-Intranet-Komponenten, Enterprise Social Networking & Collaboration Ansätzen, Cloud Office Plattformen und Enterprise Messaging Plattformen.

Als begleitenden Maßnahmen diskutieren wir drei Themenfelder (in unterschiedlichem Maße je nach Veranstaltung):

  • Veränderung der Kompetenzen & des Verhaltens: Dies adressiert die Veränderungsthemen auf individueller Ebene (sprich des einzelnen Mitarbeiters) – wie z.B. die konkrete Befähigung zur Tool-Nutzung und zum digitalen Arbeiten, die Erweiterung der digitalen Kompetenzen und des Skillset sowie der Veränderung des Mindset.
  • Veränderung der Kultur: Bei diesem Schwerpunkt geht es um den Weg zu neuen Prinzipien und Ansätzen beim Führungsstil und der Führungskultur, dem organisationalen Mindset und der Organisationskultur.
  • Veränderung der Organisation: Hierunter diskutieren wir auf unseren Veranstaltungen immer wieder Empfehlungen und Erfahrungen mit neuen Ansätzen der Organisations- und Prozessstrukturen sowie der Organisation des Informations- und Kollaborationsmanagements.

Jede unserer Veranstaltungen setzt dabei einen anderen Fokus – das Digital Workplace Tech FORUM z.B. stärker auf den technologischen Aspekten und der IOM SUMMIT auf der Etablierung der Digital Workplace Konzepte und den notwendigen Veränderungen bei den Kompetenzen und der Kultur. der i2 SUMMIT als Schweizer Digital Workplace Event ähnelt dem IOM SUMMIT – hat nur Schweiz-spezifisch einen stärkeren Fokus auf dem „Digital Working“-Aspekt. Der Enterprise Digital Workplace SUMMIT als UK-spezifischer und europäischer Event diskutiert zudem einmal mehr den Wandel der Organisationskultur – weil z.B. das digitale Mindset auf individueller Ebene im „Go Digital“-getriebenen UK weniger das Problem ist.

Das Thema hat damit sehr unterschiedliche Facetten und allzuoft wird nach meiner Meinung zu undifferenziert aus einer Perspektive die Diskussion betrieben. Erst im Zusammenspiel und im wechselseitigen Schritt-für-Schritt ist aus unserer Sicht die digitale Transformation der Organisationen zu stemmen.


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