Ein Jahr geht zu Ende und wir sind dankbar für die spannenden Impulse!

In den Radioprogrammen nimmt die Wiederholungsquote von „Last Christmas“ zu, das kann nur eins bedeuten: Wir nähern uns in schnellen Schritten dem Weihnachtsfest und dem Jahresende. In guter Tradition will ich deshalb hier kurz das Jahr und insbesondere das letzte Halbjahr Revue passieren lassen.

Zuallererst will ich an dieser Stelle nochmals DANKE sagen – unseren Referenten, unseren Partnern, dem Team und auch den Teilnehmern, die uns in diesem Jahr unterstützt haben: Den Referenten für ihren Input mit den zahlreichen Praxisprojekten wie auch Expertenbeiträgen, den Partnern für das in uns entgegen gebrachte Vertrauen (dass wir für sie wertvolle Networking-Events organisieren), dem Team für den unermüdlichen Einsatz und den Teilnehmer für den Zuspruch und das Mitwirken bei den Veranstaltungen! Ohne Euren Einsatz und Beitrag würde es Kongress Media und seine Events nicht geben – und dafür sind wir doch sehr dankbar!

Insgesamt haben wir dieses Jahr 16 Konferenzen organisiert – plus eine Vielzahl von Seminarveranstaltungen, die sich allesamt mit den Herausforderungen und Empfehlungen für die Gestaltung des digitalen Wandels beschäftigt haben. Der Wandel bzw. zum Teil Umbruch ist da – daran kann wohl keiner mehr zweifeln.

Ökologisch wie ökonomisch und gesellschaftlich kommen wir nicht umhin neue Wege zu gehen. Der digitale Wandel, die ökologische Veränderungsnotwendigkeit wie auch die globalen wirtschaftlichen und politischen Veränderungen fordern von uns ein Überdenken bisheriger Verhaltens- und Herangehensweisen. Niemand kennt das Patentrezept für die Zukunft, aber klar ist – wir müssen etwas verändern!

Der Wandel braucht Impulse

Egal ob für die Veränderung auf individueller Ebene, im Team, der Organisation und des Geschäftsprozesses oder gar auf gesellschaftlicher Ebene – die Veränderung braucht ein Verständnis von dem Neuen und einen Impuls. Bei Kongress Media haben wir uns dem Ziel verschrieben, Zusammenkünfte für das Setzen dieser Impulse zu organisieren und die Diskussion um die Erfahrungen und Erkenntnisse zu neuen Wegen entlang des digitalen Wandels voranzubringen.

Im Großen und Ganzen ist festzuhalten, dass die Diskussionen der Veranstaltungen in diesem Jahr ein Fazit zulassen: Viele Unternehmen sind in Bewegung – bzw. beschäftigen sich damit, dass sie sich bewegen müssen. In jedem Themenfeld gibt es Leuchttürme, aber auch die „kochen alle mit Wasser“.

Der Wandel geschieht nicht über Nacht und hat für viele Schritte vorwärts – ebenso viele Schritte rückwärts auf Lager. Denn hinter dem Wandel stehen Menschen und die definieren sich doch immer wieder über Budgets, Verantwortlichkeiten und Prozesshoheiten in den Unternehmen. Jeder Wandel – ob konzeptionell, technologisch oder organisatorisch – bedeutet auch ein Loslassen, Umdenken und Neumachen. Und – als „Gewohnheitstier“ tun wir uns alle bei der einen oder anderen Veränderung dann doch etwas schwerer.

Mit unseren Veranstaltungen wollen wir dabei immer wieder Ideen für neue Ansatzpunkte und Mut für’s „Einfach-mal-machen“ geben. Wir freuen uns, wenn wir mit unseren Veranstaltungen Menschen begeistern können, neue Wege zu probieren und zu gehen. Gleichsam gilt es für uns jedes Jahr auf’s Neue neue Formate und Themen zu finden, die das gewünschte Ergebnis erzielen.

Wir hoffen, in 2019 unseren Teilnehmern Impulse gegeben haben zu können und danken nochmals den Impulsgebern und Mitwirkenden für das gemeinsame Zusammenspiel.

It’s the experience, stupid!

Versuchen wir eine inhaltliche Gemeinsamkeit aller Diskussionen zum digitalen Wandel der Unternehmen zu ziehen – dann ist es wohl immer wieder der Begriff der „Experience“, der alle Themen vereint. Egal ob Öffentlichkeit, Communities, Interessenten, Kunden, Partner, potentielle Mitarbeiter (aka Kandidaten), Mitarbeiter oder sonstige Anspruchsgruppen – es sind die positiven Erlebnisse und Erfahrungen, die begeistern und jegliches Tun und Handeln gratifizieren und verstärken. In einer digital vernetzen Welt, die nicht mehr Top-Down zu lenken ist, wird die individuelle Erlebnisverstärkung damit zum bedeutsamen Hebel für Veränderungen.

Herunter gebrochen auf die jeweilige Veranstaltung konnten wir über das Jahr folgende Erkenntnisse gewinnen:

  • FORUM Output Management (München / Köln) – Als neuer Erfahrungsaustausch zu den Veränderungen in der Schriftgut-basierten Kundenkommunikation hat das FORUM Output Management in 2019 viel Anklang gefunden. Es wurde deutlich, dass die Effizienz-orientierte Massenkommunikation nicht mehr den Ansprüchen der Kunden vollends gerecht wird und überdacht werden muss. Dabei ist aber auch klar festzuhalten, dass die Ansprüche auf Kundenseite sehr unterschiedlich sind. Hier gilt es eine wirksame Omni-Channel-Strategie zu entwickeln, um den unterschiedlichen und individuellen Kommunikationsansprüchen gerecht zu werden. Die Omni-Channel-Kommunikation braucht dabei nicht nur eine format-technische, sondern auch eine inhaltliche und prozessuale Anpassung. An interaktiven Kontaktpunkten erwartet der Kunde auch eine Einbindung und Berücksichtung seines „Inputs“ im kommunikativen „Output“ des Unternehmens. Letzlich wurde in den Diskussionen klar, dass die Umsetzung und das Management dieser Projekte einem fortlaufenden Veränderungsprozess (aufgrund der sich weiter verändernden Kundenansprüche) sind, so dass es eines agiles und flexibles Projektmanagement bedarf. [Eine Fortsetzung dieser Diskussion findet beim nächsten Termin am 30.01.2020 in München statt!]
  • Digital Workplace Tech FORUM (München) – Als Technologie-orientierter Ableger des IOM SUMMITs hat sich das Digital Workplace Tech FORUM in 2019 in München weiter etabliert. Das zentrale Fazit der 2019er Veranstaltung war dabei, „dass die Etablierung und Einführung einer Cloud-Lösung für Office-Anwendungen – aka Microsoft Office 365 oder Google Suite – durchaus der Taktgeber der aktuellen Projekte ist – aber der „Digital Workplace“-Ansatz nicht auf die Office-Anwendungsplattform reduziert werden darf.“  Der Digital Workplace ist als Rahmenkonzept für das Zusammenspiel von kollaborativen und kommunikativen Werkzeugen für die Unterstützung und Förderung des digitalen Arbeitens zu verstehen. Cloud-basierte Office-Anwendungen, gemeinsame Informations- und Dokumentenablagen, synchrone und asynchrone Kommunikations- und Kollaborationsumgebungen sowie Projekt- und Arbeitsmanagementwerkzeuge sind je nach Anwendungsfall Teil dieses Rahmenkonzeptes. Da jeder Mitarbeiter unterschiedliche Anforderungen hat, gilt es ein flexibles Plattformkonzept bereitzustellen, bei dem möglichst alles integrierbar und kombinierbar ist, aber für unterschiedliche Anforderungen auch die Anwendung unterschiedlicher Werkzeuge möglich ist. [Die Idee des „Multi-Layer Platform“-Konzeptes als Rahmenkonzept für den Digital Workplace wollen wir bei der kommenden Veranstaltung am 13.02.2020 weiter diskutieren!]
  • Influencer Marketing FORUM (Frankfurt / Berlin / Hamburg / München) – Für den Erfahrungsaustausch zur weiteren Professionalisierung in der Zusammenarbeit mit Influencern und Multiplikatoren veranstalten wir seit 2017 das Influencer Marketing FORUM als Veranstaltungsreihe in vier Städten. Als Erkenntnis der diesjährigen Diskussion ist festzuhalten, dass das Vorgehen bei Kooperationen mit Influencern immer systematischer und strukturierter wird. Es ist klar, dass die Formate, Themen und die Art der Ansprache, für die die ausgewählten Influencer bei ihrer Community stehen, zum einen zur eigenen Marke passen und Einfluss auf die Umsetzung der Kooperation nehmen müssen, damit die Maßnahme überhaupt eine Glaubwürdigkeit bei der Community erzielen kann. Weiter gilt es die Maßnahme zu orchestrieren und in einen größeren Kontext von Maßnahmen zu integrieren, damit die Reaktionen der Influencer-Aktivität auf seine Community weitere Ausstrahlungseffekte erzielen kann. Letztendlich braucht es dafür ein Umdenken auf Unternehmensseite und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, was noch einen langer Weg ist. [Daher werden wir diesen Erfahrungsaustausch auch in 2019 weiterführen.]
  • Shift/CX 2019 (Frankfurt) – Unter dem Motto „Customer First – Neuausrichtung der Kundenansprache und des Kundenmanagement“ konnten wir in 2019 mehr als 300 Teilnehmer in Frankfurt zusammenbringen. Zentrale Erkenntnis der Veranstaltung war, dass das konsequente Einnehmen der Kundenperspektive leichter gesagt als getan ist! Das Thema Kundenorientierung und Customer Experience ist in vielen Unternehmen präsent – wird aber nur halbherzig verfolgt. Die Notwendigkeit der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit bei dem Thema stellt sich als schwieriger Veränderungsprozess dar – es hapert weiterhin beim Übergang „von der Kundendenke zum Kundenhandeln“. [Bei diesem Thema soll die Veranstaltung in 2020 unter dem Schlagwort „Customer Passion“ zu einem weiteren Erkenntnisgewinn verhelfen!]
  • HR Innovation SUMMIT (München) – Als neues bzw. verändertes Format wurde 2019 aus dem Talent Management & Workforce Analytics FORUM der HR Innovation SUMMIT. Im Fokus dieser Veranstaltung stehen die Innovationen und Veränderungen auf dem Weg zu einem Digital HR Management. Dabei geht es im Wesentlichen um die Themenfelder Personalentwicklung, Employee Engagement & Experience Management sowie digitale HR Management-Prozesse. Ergebnis der kompakten Ein-Tages-Veranstaltung mit mehr als 120 Teilnehmern war, dass – wenn die Unternehmen engagierte und talentierte Mitarbeiter haben wollen – das HR Management einen neuen Weg gehen muss und aus der „Mitarbeiter-als-Resource-Verwalten“-Rolle in eine „Mitarbeiterreise-Gestalten“-Rolle schlüpfen muss. Die digitalen Möglichkeiten für mehr begeisternde, digitale Trainings- und Fortbildungskonzepte, für Feedback- und Engagement-Ansätze wie auch für digitiale HR-Servicesideen bestehen, die Umsetzung über kleine Veränderungsprojekte müssen aber jetzt angegangen werden. [Mit der 2020er Veranstaltung wollen wir den Fortschritt auf diesem Weg diskutieren!]
  • D2M SUMMIT (Hamburg) – Mit dem D2M SUMMIT haben wir 2019 eins unser ältesten Veranstaltungsformate zu den Themenkomplex Content & Social Media Marketing sowie Social Media Engagement & Community organisiert. Die zentrale Fragestellung der 2019er Veranstaltung lag in dem Wie der Umsetzung von wirksamen Ansätzen für eine stärkere Markenautorität, ein nachhaltigeres Storytelling und ein höheres Engagement der Kunden gegenüber der Marke. In den Diskussionen wurde einmal mehr deutlich, dass die Wrksamkeit jeglicher Maßnahme immer auch ein Ergebnis der Authentizität und eines konsistenten Verhaltens in der Kommunikation ist. Erfolgreich sind jene Unternehmen, deren Management weniger von kurzfristiger Absatzkommunikation getrieben ist, sondern langfristig eine nachhaltige Kommunikation verfolgen. [Im Rahmen der 2020er Veranstaltung wollen wir das Thema weiterdiskutieren und die nachhaltige Orchestrierung aller Maßnahmen stärker betrachten!]
  • Rechnungstag (Düsseldorf / München) – Der Elektronische Rechnungstag ist eine Veranstaltung, die seit 2008 die Einführung und Etablierung von elektronischen Rechnungen im Geschäftsverkehr diskutiert. Das Thema ist nach wie vor nicht zufriedenstellend gelöst – bzw. hat über die Jahre auch immer neue Herausforderungen und Folge-Veränderungen bekommen und durchgemacht. Der Status-Quo ist, dass die Großkonzerne hier bereits sehr fortgeschritten sind, die öffentliche Verwaltung aufgrund einer EU-Richtlinie zur Umsetzung „gezwungen“ ist und der Mittelstand nun hinterher zieht. Bei dem Thema geht es zum Einen um die Prozesseinbindung von elektronischen Rechnungen in der Rechnungsstellung und dem Rechnungsempfang sowie der durchgehenden Prozessautomatisierung von der Bestellung bis zu Verbuchung und Zahlung im Rahmen der „Purchase-to-Pay“-Ansätze. Die Diskussionen in 2019 haben gezeigt, dass die „Nachzügler“ in der Privatwirtschaft gleich auf den Zug der Automatisierung aufhüpfen und somit mit den großen Unternehmen gleichziehen. [Die Automatisierung des „Purchase-to-Pay“-Prozesses wird daher auch ein bedeutsameres Thema für 2020]
  • IOM SUMMIT (Köln) – Wie schon beim Digital Workplace Tech FORUM beschäftigt sich der IOM SUMMIT intensiv mit der Einführung und Etablierung des Digital Workplace als Enablement-Plattform für das digitale „Zusammen-Arbeiten“. Dabei geht es beim IOM SUMMIT noch mehr um die begleitende Befähgigung und die notwendigen Veränderungen, damit digitale Zusammenarbeitsformen überhaupt Fuß fassen können. Zentrales Thema der diesjährigen Veranstaltung war – wie die „kleinen Feuerchen“ beim veränderten Arbeiten skaliert und unternehmensweit gefördert werden können. Es gab viele methodische Empfehlungen von der Befähigung des Einzelnen im Rahmen von Peer-Coachings und Working-Out-Loud über die Unterstützung von Teams und Organisationseinheiten bis zu den strukturell notwendigen Maßnahmen für die Organisation. Damit einhergehend gab es auch die Diskussion der unterschiedlichen Unterstützungsebenen durch das Digital Workplace Rahmenkonzept. [Da die Transformation zum digitalen Arbeiten noch weit entfernt vom Status „Abgeschlossen“ ist, wird es auch 2020 mit mehr Erfahrungsberichten auf dem Weg zu einem neuen Arbeiten geben!]
  • i2 SUMMIT (Zürich) – Als Schweizer Ableger des IOM SUMMITs diskutiert der i2 SUMMIT die Herausforderung der Etablierung des Digital Workplace und des digitalen Zusammenarbeitens in der Schweiz. Die Schweiz kennzeichnet dabei andere Rahmenrichtlinien – von der stärkeren Digitalisierungsinitiative des Staates bis zu der besonderen Konsenskultur im Management von Schweizer Unternehmen. Trotz dieser anderen Ausgangslage waren sich die Teilnehmer auch beim i2 SUMMIT einig, dass das inkrementelle Vorgehen beim Enablement und Change der Schlüssel zu erfolgreichen Digital Workplace Initiativen ist. [Im November 2020 wird es eine weitere Fortsetzung der Diskussionen geben]
  • MarTech Kongress (Hamburg) – Auch der MarTech Kongress ist ein Ableger-Format – hier von der Shift/CX und diskutiert die Erfolgsfaktoren für mehr Begeisterung in der digitalen Kundenansprache. Zentrale Erkenntnis dieser Veranstaltung war, dass die Unternehmen bei der Umsetzung individualisierter Erlebnisse über alle Kontaktpunkte und alle Phase der Customer Journey nicht umhinkommen, Daten-basiert die Plattformen und Prozesse auszusteuern. Das muss nicht gleich in Echtzeit und mit einer dynamischen Aussteuerung sein und kann auch heißen, dass mit periodischen Testings die Darbietung der Inhalte und die Interaktionen optimiert werden. Wichtiges Fazit ist nur – Stillstand bei der Erkenntnisgewinnung ist gleich Stillstand bei der Experience-Optimierung. Und kundenorientiertes Handeln bedeutet eine immer neue Begeisterung des Kunden, was eine ständige Optimierung des Erlebnisses einfordert. [Auch im kommenden Jahr geht es bei dieser Diskussion weiter]
  • Recruiting FORUM (München) – Als weiteres neues Format haben in 2019 noch den Erfahrungsaustausch zum Neudenken im Recruiting gestartet. Auch hier konnten wir wieder mehr als 100 Personen zum Start für unseren Austausch gewinnen und uns entlang von Projekterfahrungen zu neuen Wegen im Employer Branding, Actice Sourcing, digitalen Recruiting-Prozessen und Onboarding austauschen. Als Fazit gilt auch hier –  dass im Wettbewerb um interessierte Kandidaten das Erlebnis im Kontakt mit den Unternehmen eine bedeutsame Rolle einnimmt. Auch hier braucht es eine ständige Optimierung der „Candidate Journey“. [Da wir bei dem Thema noch weiteren Diskussionsbedarf sehen, wird es das Recruiting FORUM in 2020 zusätzlich zum Termin in München auch im Juni in Frankfurt geben]

Damit soll es dann auch genug sein: Frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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