Die Corona-Krise und der neue, digitale Weg der Kongress Media

Die Corona-Krise erschüttert die Welt und die Menschheit und ist in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe und auch Zerreißprobe. Zu allererst für die daran Erkrankten sowie auch für die medizinisch Unterversorgten und die zahlreichen Helfer in der Not – die an vorderster Front mit dem Virus zu kämpfen haben. Ihnen gilt unser aller Unterstützung und Solidarität in jeglicher Hinsicht – aber zumindest in der Weise, dass wir mit unserem eigenen Tun und Handeln die Verbreitung des Virus vermeiden bzw. verlangsamen. Neben den medizinischen und humanitären Herausforderungen ist das Virus auch für Viele und Vieles eine existentielle Frage und ein disruptiver Moment – da wir von „gestern auf heute“ in den wirtschaftlichen Stillstand (aus unserer Sicht: richtigerweise) „gezwungen“ wurden und nur wenig bis gar nicht darauf vorbereitet waren.

Dies gilt auch für unser Unternehmen – die Kongress Media GmbH, die sich bisher darin auszeichnete, dass sie vor allem Präsenzveranstaltungen für den hochwertigen „Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe“, die Fortbildung und Impulsgebung von Projektverantwortlichen und Projekten inhaltlich gestaltete und organisierte. Diese Präsenzveranstaltungen sind vorerst nicht mehr möglich. Und wann bzw. wie sie wieder durchführbar sind, ist nicht absehbar und planbar. Unsere Geschäftsaktivität kam damit vor gut drei Wochen abrupt zum Erliegen. Was also tun, wenn das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert und „jammern“ nicht zur Frage steht?

Von jetzt auf gleich digital – damit es weiter geht!

Auch wenn uns das Geschäftsmodell, welches wir seit 2006 aufbauen von einem Tag auf den anderen unter den Füßen weggebrochen ist, so sind wir doch – im Vergleich zu manch anderem Unternehmen – in der komfortablen Situation, dass wir unsere Geschäftsaktivität grundsätzlich auch digital organisieren und ausführen können. Entlang der Shift/CX haben wir vor knapp vier Wochen Aktivität auf den digitalen Weg neu ausgerichtet. Natürlich hätten wir das (unseren digitalen Wandel) schon viel früher tun können, aber bisher gab es ja nie wirklich die Notwendigkeit, das eigene Tun wirklich und in aller Konsequenz digital zu machen. Das hat sich mit Corona nun geändert – nicht nur für uns, sondern für alle!

Der digitale Weg erfordert ein Umdenken und ein Wandel im Handeln – von der Konzeption unseres Angebotes (der Informations- und Networking-Veranstaltung) über die Durchführung bis hin zur Positionierung, Vermarktung und Planung. Worüber wir auf unseren Veranstaltungen bisher nur „geredet“ haben, daran müssen wir nun selbst arbeiten: Digitaler Wandel!

Denn „digital werden“ heisst nicht – bisheriges Tun und Handeln nur zu „elektronisieren“, sondern Digitalisierung heisst auch das Tun und Handeln im Kontext der digitalen Erwartungen und Möglichkeiten neu auszurichten. Denn wie so oft gilt dabei das legendäre Zitat von Thorsten Dirks (ehemaliger CEO der Telefónica und heute Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa): „Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess“. Dabei ist das Fäkalienwort auch auf beiden Seiten des Satzes durch „analog“ zu ersetzen.

Digitale Events – und was bedeutet das für Kongress Media?

Im Kern sehen wir uns als „Learning & Knowhow Company“ – sprich als Vermittler von Lerninhalten und Erfahrungswerten für die Verbesserung von Geschäftsprozessen. Unsere Kunden sehen wir einerseits in den Projektverantwortlichen aus Unternehmen, die dort Digitalisierung in unterschiedlichen Abteilungen und unternehmensweit vorantreiben möchten und Informationen und Austausch mit anderen Projektverantwortlichen und Experten suchen. Auf der anderen Seite sind unsere Kunden Experten, Lösungsanbieter, die Unternehmen und Abteilungen unterstützen, Digitalisierung im Unternehmen gewinnbringend umzusetzen. Mit unseren Events verstehen wir uns dabei als Plattform zum Erfahrungsaustausch, zur Wissensvermittlung und Vernetzung. Dabei steht immer die Projektsicht im Vordergrund, Inhalte, Praxisbezug und Austausch auf Augenhöhe.

In der digitalen Welt bedeutet das für uns – dass wir Event-Plattformen mit diesen Merkmalen erschaffen – konkrete Wissensvermittlung durch Online-Konferenzen und Online-Seminare, Erfahrungsaustausch durch integrative digitale Diskussionsformate sowie Vernetzungsoptionen durch Community-Ansätze. Das Angebot von digitalen Events heißt auch – mehr als nur einen „One-Shot-Event“ (sprich eine singuläre Zusammenkunft) anzubieten. Als Event-Plattform braucht es ein mehr oder weniger fortgeführtes Engagement-Management für den Austausch über den jeweiligen Vortrag hinweg.

Digitale Event-Formate erfordern eine durch und durch neue Herangehensweise

Mit dem Weg ins Digitale ändert sich nicht nur unsere Dienstleistung/unser Produkt – von der einmal Präsenzveranstaltung zu einer digitalen Informations- und Networking-Plattform rund um einen spezifischen Themenkomplex – sondern auch unser Marketing und unsere Wertschöpfung. Für Präsenzveranstaltungen haben wir  klassisches Marketing und Online-Marketing genutzt. Das war ein auf den Eventzeitpunkt ausgerichteter Conversion-Funnel mit großen Aufwendungen in Performance- und Content-Marketing zur Positionierung und Promotion der Events sowie semi-digital integrierten Datenprozessen. Ab sofort müssen wir komplett DIGITAL werden – mit einem Freemium-Modell zum digitalen Ausprobieren des Event-Plattform-Angebotes, Marketing-Aktivitäten, die mehr auf direkte Erlebnis, Mikro-Konversionen und virale Momente setzen, sowie Daten- und Management-Prozesse, die ohne Spreadsheet-Datei auskommen und einen klaren Überblick über den Status-Quo in Echtzeit bieten.

Neben dem konkret veränderten Doing und digitaleren Prozessen braucht es ein verändertes Denken (welches Projektverantwortliche, Experten und Berater stets und immer wieder auf unseren Konferenzen gepredigt haben). Da wir nun viel schneller, flexibler und kurzfristiger unterwegs sein müssen, braucht es ein agiles Handeln mit schneller und unkomplizierter Abstimmung. Auch für eine kleine Organisation wie uns mit nur sechs Mitarbeitern ist dies mitunter eine Herausforderung! Jegliches Handeln muss an Opportunitäten und Kundenerwartungen ausgerichtet sein – vom Inside-Out-Denken müssen wir zu einem Outside-In-Denken umschalten. Und dies in einer ohnehin nicht einfachen Zeit – wo jeder von uns im Team auch mit anderen Veränderungen aufgrund der weltweiten Krise beschäftigt ist. Dies ist für alle ein Kraftakt, dessen Erfolg nicht garantiert ist und auch erst noch belegt werden muss!

Die digitale Transformation als Reise verstehen

Letztlich ist die digitale Transformation nicht über Nacht und nie abschließend realisierbar – sondern ist eine Reise. Wir sind zu dieser eigenen Reise in die digitale Wertschöpfung durch äussere Umstände geschubst worden, nehmen die Herausforderung aber auch mit großer Energie und Motivation an. Wir sehen darin eine Chance. Ein Zurück zu dem alten Status Quo schließen wir auch noch dem Ende der Corona Krise bereits heute aus. Wir hoffen mit unserem Weg eine geeignete Reaktion auf den wirtschaftlichen Full Stop unseres bestehenden Geschäftsmodels zu geben und so unseren Kunden und uns neue Chancen zu eröffnen.

In diesem Sinne: „Stay home, stay safe & become digital„!

PS.:  Heute nachmittag darf ich zu diesem Weg und Thema auch im Video-Cast „#nexttalk“ von Gunnar Sohn und Winfried Felser teilnehmen! Hier geht’s zum Event!

PPS.: Gleichsam haben wir heute und morgen noch folgende eigene Events im Angebot:

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