Covid-19 als disruptiven Moment in der Geschichte begreifen

Ich oute mich – ich bin ein totaler Fan von James Cordon! Er macht einfach eine coole Show und hat ein riesen Talent. Dies beweist er insbesondere dieser Tage, wo er – sicherlich noch gut gestützt durch sein Team – aber dennoch stärker auf sich alleine gestellt, seine Late-Night-Show aus der heimischen Garage produziert. Auch meinungspolitisch liegt er auf meiner Linie – und sagt immer wieder gerne, was er von narzistisch geprägten Populisten hält.

Es freut mich da dann umso mehr, wenn er dann dieser Tage auch noch mit einem großen Denker unserer Zeit ein spannendes Gespräch führt: Yuval Noah Harari, israelischer Historiker und Philosoph, der auch auf der OMR im letzten Jahr eine spannende Keynote zum Thema „Hacking Human Being“ gehalten hat. Sein Hauptthema entspannte sich dabei bisher immer entlang seines Buches „Homo Deus“ und seiner leicht dystropischen Wahrnehmung der Menschheitsentwicklung am Rande der technologischen Disruption. Dass nämlich die technologische Disruption der Digitalisierung für diesen Moment viel Macht bei einigen Wenigen schürt, was zu negativen Entwicklungen wie Populismus, Fake News etc führt.

Nun hat er die Auswirkungen von COVID-19 als zentrales disruptives Moment aufgegriffen und erläutert im Gespräch mit James Corden, dass es die gerade gefallenen politischen Entscheidungen sind, die über unsere weitere Zukunft entscheiden. Wie z.B. zu welchem Zeitpunkt lassen wir wieder öffentliches Leben zu? In welche Bereich werden wirtschaftliche Aufbauarbeiten gesteckt? Wir nehmen wir uns als Teil der Menschheit in diesem Schlamassel der Pandemie wahr – schotten wir uns ab und suchen unseren eigenen Vorteil und Ausweg – oder helfen wir uns gegenseitig?

Dies sind aus seiner Sicht entscheidene Fragestellungen, die über die weitere Zukunft unserer aller Entwicklung entscheiden werden:

Diese Meta-Frage lässt sich natürlich auch auf das Unternehmen runterbrechen – so gilt natürlich auch für diesen Moment, wie wir die Weichen für die Zukunft des eigenen Unternehmens, der Organisation und des Geschäftsmodells stellen? Setzen wir voll auf die Digitalisierung, machen wir uns die Herausforderungen damit beherschbar und realisieren die Potentiale? Oder sehen wir diese Zeit nur als Übergangsphänomen, um möglichst bald wieder zum alten „Normal“ zurückzukehren?

Das ist nicht nur eine Frage für uns als Kongress Media – sondern eine Frage für alle Unternehmen, die wieder für uns als Kongress Media viele spannende Diskussionspunkte bietet, für die es sich lohnt weitere Veranstaltungen – natürlich nur noch digital! –  anzubieten.

Ein schönes Wochenende.

PS: Vielen Dank an meine Kollegin Susanne Bach und wiederum Johannes Ceh – über die das Video in meine

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